Videoüberwachungssystem
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Sicherheitsanlagen: Neue Norm für Fachfirmen

Der Schutz vor Einbrechern und anderen unerwünschten Besuchern ist aufgrund steigender Einbruchzahlen nicht nur für private Haushalte ein wichtiges Thema. Auch für Gewerbebetriebe und Institutionen steigt der Bedarf, Zutritte zu kontrollieren und eine zuverlässige Überwachung schützenswerter Bereiche zu gewährleisten. Damit steigen auch die Anforderungen an ausführende Fachfirmen, die entsprechende Sicherheitstechnik planen und installieren. In diesem Zusammenhang tritt voraussichtlich im ersten Halbjahr 2017 mit der EN 16763 eine europäische Dienstleistungsnorm in Kraft.

Sicherheitsanlagen im Sinne der neuen Norm EN 16763 umfassen zum Beispiel Brandmelde-, Feuerlösch- sowie Rauch- und Wärmeabzugsanlagen, aber auch Sprachalarmierung- und Einbruchmeldeanlagen, Zutrittskontroll- und Videoüberwachungssysteme sowie Kombinationen dieser verschiedenen Anlagentypen. Der Standard gilt für Fachfirmen, die entsprechende Sicherheitstechnik planen und installieren. In der neuen Norm sind die Mindestanforderungen an die Dienstleistungsorganisation des zu zertifizierenden Unternehmens festgelegt. Ebenso werden Kompetenz, Wissen und Erfahrungen des Personals überprüft. Betrachtet werden die Bereiche Planung, Projektierung, Montage, Inbetriebnahme, Anlagenüberprüfung, Abnahme und Instandhaltung von Sicherheitsanlagen. Dies erfolgt unabhängig davon, ob der Service am Installationsort oder durch Fernzugriff erbracht wird.

TÜV Rheinland bietet zu diesem neuen Standard ein entsprechendes Zertifizierungsverfahren für Errichter von Sicherheitsanlagen an. Das Unternehmen kooperiert in diesem Kontext mit dem BHE Bundesverband Sicherheitstechnik e.V., der Schulungen für seine Mitgliedsunternehmen anbietet und so die qualitativen Voraussetzungen für eine Zertifizierung von Fachfirmen sicherstellen will.

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