Wohnungen
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Umnutzung von Immobilien

Investoren nehmen das Thema Umnutzung zunehmend unter die Lupe. Angesichts knapper werdender Flächenangebote und einer starken Nachfrage an (bezahlbarem) Wohnraum rückt das Refurbishment „schlechter Büros“ in „gute Wohnungen“ in den Wachstumsregionen in den Fokus. Doch die Zahl erfolgreicher Projekte zur Umnutzung nicht mehr marktgerechter Büroimmobilien in Wohnungen ist noch klein.

Nicht immer lohnt ein Investment, denn eine Umwandlung ist häufig mit größeren Problemen verbunden als gedacht. Wirtschaftlich betrachtet eigne sich längst nicht jede Büroimmobilie für die Nutzung als Wohnhaus. Die Praxis zeigt sogar, dass dies lediglich bei rund einem Viertel der geprüften Bürogebäude der Fall ist.

Die Vorteile des Konzepts Umnutzung liegen indes klar auf der Hand: Auf diese Weise entsteht auch bei einem knappen Flächenangebot dringend benötigter Wohnraum – und das häufig in innerstädtischen Top-Lagen. Wichtiges Argument ist der Aspekt der Verdichtung. Einmal genehmigte Geschosshöhen können bei der Umnutzung voll übernommen werden. In knappe Worte übersetzt sind zehn genehmigte Geschosse in zentraler Lage natürlich unter Kosten-Nutzenaspekten wesentlich besser als sieben Geschosse, die im Rahmen des Abrisses und Neubaus baurechtlich zum Beispiel nur noch genehmigt werden.

In jedem Fall lohnt sich eine differenzierte Betrachtungsweise. Gebäude, bei denen die Struktur aus tragenden Wänden besteht, eignen sich z. B. häufig nicht für eine Umwandlung. Welche Immobilienart geeignet ist, und wo die wirtschaftlichen Risiken überwiegen, bedarf einer eingehenden Untersuchung. Hinzu kommt, dass Betreiber von Gebäuden und technischen Anlagen eine Vielzahl an Regelungen und Pflichten zu beachten haben, um deren sicheren Betrieb zu gewährleisten.

Wichtig zu wissen: Eine vollständige Übertragung der Betreiberverantwortung auf Führungskräfte, Beschäftigte oder einen Dienstleister mit dem Ziel der restlosen Befreiung von allen Pflichten und Verantwortungen ist nicht möglich.

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