Sanierung eines Raumes für ein besseres Innenraumklima
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Sanierung für ein besseres Innenraumklima

Frische Luft tut uns gut, ist schlicht lebensnotwendig und trägt zur Gesundheit und Leistungsfähigkeit bei. Dabei verbringen wir den Großteil unseres Lebens in geschlossenen Räumen, in denen wir auf die Qualität des Innenraumklimas angewiesen sind.

Eine wichtige Zielsetzung beim Bau und Betrieb von Immobilien ist es, dass Nutzer keinen Schadstoffbelastungen ausgesetzt werden, die die Gesundheit gefährden können. In Bestandsgebäuden spielen häufig verbaute Schadstoffe, wie Asbest, PCB, Teerbestandteile oder Holzschutzmittel eine Rolle. Insbesondere bei unsachgemäßer Sanierung kann sich eine massive Gesundheitsgefahr ergeben. Natürlich kann und sollte eine Sanierung eben genau dazu beitragen, eine Freisetzung der Schadstoffe in die Innenraumluft zu verhindern. Doch in der Praxis ist häufig das Gegenteil der Fall.

Um durch die Sanierung zu einer besseren Innenraumluftqualität zu gelangen, ist es wichtig, einige Aspekte bereits in der Planung zu berücksichtigen. Ein erster Schritt stellt die Schadstofferfassung und -bewertung dar. Auf deren Grundlage kann bestimmt werden, wie die Sanierung durchzuführen ist, ohne dabei Schadstoffe in erhöhtem Maße freizusetzen. Sind die Schadstoffe so verbaut, dass sie unter normaler Gebäudenutzung zu keiner Gesundheitsgefahr führen, können sie gegebenenfalls im Gebäude verbleiben.

Bei der Sanierung mit neuen Bauprodukten besteht nach wie vor die Gefahr, auch neue Mengen an Schadstoffen in das Gebäude zu verbauen. Lösemittel, Weichmacher oder auch Biozide, die vom Erwerber über die Kennzeichnung der Produkte nicht zu erkennen sind, können mit Farben, Lacken und Klebern in die Immobilie eingebracht werden. Diese Stoffe werden später wieder an die Raumluft abgegeben und können zu Befindlichkeitsstörungen bis hin zu gesundheitlichen Problemen der Hausbewohner führen.

Wichtig bei der Auswahl der Baustoffe ist, möglichst schadstoffarme Produkte zu bevorzugen. Dabei bietet die Baustoffliste von TÜV Rheinland mit mehr als 600 schadstoffarmen Produkten eine Hilfestellung. Weiterhin können die Label namhafter Institute bei der Auswahl besonders schadstoffarmer Baustoffe eine Orientierung bieten. Dazu zählt unter anderen das Label für schadstoffgeprüfte Baustoffe von TÜV Rheinland.

Einer Sanierung stehen in der Regel auch wirtschaftliche Hürden entgegen. Was muss investiert werden, welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es und welcher Mehrwert wird durch die Sanierung erreicht? Wissenswertes über mögliche Lösungswege bietet übrigens die Veranstaltung „Fachgespräch Bausanierung im Bestand. Gesund und wirtschaftlich. Geht das?“ am 8. Juni 2017 in Köln.

Mehr Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung zu der Veranstaltung finden Sie bei Interesse hier.

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